Zufriedene Mitarbeiter – da mag sich der eine oder andere Chef fragen, was das eigentlich soll? Ist Arbeit nicht ein Geschäft, wie vieles anderes auch? Das Personal ist dazu da, um seine Arbeit zu erledigen – und in vielen Unternehmen wird das auch gemessen – im gewerblichen Bereich beispielsweise an „Moves“ oder „Output“. Und dann gibt es noch soetwas wie Zielvorgaben, Mitarbeiterzufriedenheitsbefragungen, Krankenstände, Headcount, Budgets und vieles mehr. Es scheint, als sei der Mensch oder vielmehr der Mitarbeiter in Zahlen, Daten Fakten mess- und erklärbar.
Doch geben unsere Mitarbeiter tatsächlich ihr Menschsein am Werkstor ab und werden dann zu diesem neutralen Wesen, dem Angestellten, der nur noch Leistung bringt, so wie es eine Glühbirne ja auch tut? Und fällt eigentlich auf, dass wenn man dem Angest… das „E“ entfernt, hieraus das Wort „Angst“ entsteht?
Angst ist ein Gefühl, und wo Menschen sind, sind immer auch Gefühle oder Befindlichkeiten im Spiel. Auch auf der Arbeit. Das kann alles Mögliche sein: Ärger, Freude, Sorge, Glück, Verwirrung, Neid, Verbitterung, Gereiztheit und vieles mehr. Und natürlich haben diese Gefühle einen Einfluss auf vieles, wie das Arbeitsergebnis und den Krankenstand.
Deswegen macht es Sinn, sich über das Thema der zufriedenen Mitarbeiter Gedanken zu machen. Und das lohnt sich. Denn ob die Mitarbeiter mit ihrer Arbeit zufrieden sind, hat Auswirkung auf den Ruf unseres Unternehmen, das Thema: „Employer branding“ oder die „Employee retention“, also wie gut es uns gelingt, unser Personal zu halten oder zu gewinnen.
Zufriedene Mitarbeiter laufen weniger Gefahr, psychisch zu erkranken. Sie setzten sich auch mehr für ihr Unternehmen ein, d.h. das Engagement und die Bindung an Arbeitgeber und Team sind größer. Und nicht zuletzt gibt es auch weniger Unstimmigkeiten im Team und weniger Konflikte, wenn die Mitarbeiter mit ihrem Job, dem Chef, den Kollegen und dem Unternehmen zufrieden sind – und es wird weniger gemotzt – was auch wieder eine Auswirkung auf die Mitarbeiterbindung hat.
Was also tun bei diesem wichtigen Thema? Ein erster Schritt ist sicherlich, diese Mitarbeiterzufriedenheit zu messen – und hier gibt es viele Möglichkeiten. Wenn dann das Ergebnis aber nicht so gut ist, wie erhofft, ist ein häufiger Fehler, dies unter den Tisch zu kehren, und daraus nichts zu machen. In dem Fall wird die Akzeptanz solcher Umfragen in der Belegschaft sinken, und vielleicht macht sich sogar Zynismus im Betrieb breit.
Es macht daher Sinn, negativ empfundenes Feedback als eine Chance zu nutzen. Denn hier haben Sie die Möglichkeit, etwas an der Arbeitssituation zu ändern. Nach solch einer Umfrage sollten daher Workshops durchgeführt werden, um die Ursachen für von den Mitarbeitern angegebene Missstände heraus zu finden und Änderungsvorschläge zu erarbeiten.
Sowohl die Ergebnisse eines solchen Workshops als auch der Mitarbeiterumfrage sollten klar und transparent im Betrieb kommuniziert werden. Dies ist ein Signal, dass das Unternehmen, die Mitarbeiter und ihre Probleme ernst nimmt und sich hierum auch kümmert. So haben Sie die Möglichkeit, Missstände im Betrieb abzuschaffen und zur Mitarbeiterzufriedenheit beizutragen.
Natürlich ist dies nur ein kleiner Teil dessen, was Sie in Ihrem Unternehmen tun können und sollten, um Ihre Organisation hin zu einem Unternehmen mit einer hohen Mitarbeiterbindung und Zufriedenheit zu entwickeln. Aber dies kann ein Anfang sein. Weitere Maßnahmen erarbeiten Sie dann auch in Ihren Workshops. Gerne helfe ich Ihnen dabei.